eku Zukunftspreis innovativ 2020

"Lieferketten werden derzeit fast ausschließlich nach kommerziellen Kriterien wie Preis, Termin und
Liefertreue gebildet und optimiert. Dies führt zu wenig nachhaltigen Lieferketten, d.h. Naturschutz,
Energieverbrauch, Ressourcennutzung und Fair Trade werden zu wenig berücksichtigt. Derzeit ändert sich die Einstellung vieler Produzenten. Der richtige Punkt für die aktive Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele ist die Bildung der Lieferketten. Durch geeignete Lieferantenauswahl, die damit einhergehende Minimierung von Transportaufwänden, die faire Behandlung von Mitarbeitern und die Auswahl von nachhaltigen Fertigungstechnologien können sehr effizient Nachhaltigkeitsziele umgesetzt werden. Die verfügbaren IT-Systeme sind strukturell für diese Aufgabe nicht geeignet. Sie organisieren keine mehrstufigen Lieferketten und berücksichtigen keine Nachhaltigkeitskriterien. Es haben sich noch keine allgemein anerkannte KPIs zur Bewertung von Lieferketten etabliert. Die Informationsbeschaffung und Messung von Kennzahlen sind kritisch."

"Eine geeignete Lieferantenauswahl durch den KI-Algorithmus bestimmt den Einsatz umweltfreundlicher Technologien, die Reduzierung von Transportaufwand und die Einhaltung von Fair Trade-Kriterien. Lieferanten werden bemüht sein, mit Energie und Ressourcen sparsam umzugehen und Ressourcenkreisläufe einzurichten, weil sie dann besonders positiv bewertet werden. Durch Negativbewertung des Ausbringens von Schadstoffen wie CO2 oder Giftstoffen wird die Beauftragung von Umweltsündern reduzieren. Ihnen wird die kommerzielle Basis entzogen. Die Bestrebungen zum Lieferkettengesetz werden praktisch unterstützt."

Auszüge aus dem Schreiben des Sächsischen Umweltministeriums an uns

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